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Vom Schauen und Hinschauen

Letzten Sonntag gings bei uns richtig schief. Der Spatzenbub kooperierte nicht und ich war mit meinem Latein am Ende. Ich wusste einfach nicht mehr weiter.

Aber vielleicht sollte ich euch unseren Tag mal schildern. Am Sonntag durfte ich länger schlafen, ich lag also bis 7:30 Uhr im Bett, während meine beiden Männer Frühstück richteten um mich dann aufzuwecken. Nach einem harmonischen Frühstück und ein paar Partien „Colorino“ fuhr der Papa das Auto waschen und der Spatzenbub spielte ruhig und ganz in seine Welt vertieft im Wohnzimmer, während ich für zwei Tage kochte. Sehr klischeehaft unser Leben, hm? 😉 Nach guten 1,5 Stunden, der Spatzenbub noch keinen Mucks gemacht, außer einmal Saft bestellt, gabs Mittagessen und dann Mittagschlaf. Ihr seht also, der Spatzenbub hat sich am Vormittag ganze 1,5 Stunden

vollkommen alleine beschäftigt und mich in RUHE kochen lassen. Ich war verwundert und freute mich, teilte ihm das aber nicht mit.edf

Nach dem Mittagschlaf, ebenso gut gelaunt wie am Vormittag, dachte ich noch dass wir schon lange keinen so harmonischen Tag mehr hatten.
Nun ja, dann fing der Spuck an. Der Spatzenbub wollte dass ich mit ihm spiele, ich wollte aber lieber einen Kaffee trinken und mich unterhalten. War ja auch immerhin den ganzen Vormittag allein in der Küche 😉
Der Spatzenbub zog mich am Pullover, er fing an zu bocken und zu trutzen. Ich erklärte ihm zum gefühlt 1000x dass ich das so gar nicht mag. Das ganze schaukelte sich ziemlich auf und ich glaube ich muss es nicht weiter ausführen. Fast jede Mama wird wissen wie sich solche Situationen aufschaukeln können. Ich schaute nicht genau hin. Ich sah nur mich, meine Bedürfnisse, meinen Willen.

Die tatsächliche Not meines Kindes sah ich aber nicht.
Natürlich wollte er mit mir spielen, natürlich wollte er ungeteilte Aufmerksamkeit. Hatte ich sie ihm ja den ganzen Tag noch nicht gegeben. Natürlich versuchte er, mich am Pullover zum Spielen zu schleifen. Was hätte er denn sonst tun sollen. Ich habe ihm an diesem Tag so viele „warte, ich komm gleich“ entgegen geschleudert, dass er irgendwann nicht mehr warten wollte. Ich habe nicht aktiv gesehen dass er sich alleine beschäftigt und ich schnell meine Sachen erledigen konnte. Ich habe mich auch nicht dafür bedankt. Ich habe an diesem Tag mein Kind nicht gesehen. Ich habe nur geschimpft und nicht verstanden warum „er sich denn jetzt so aufführt“.
Phu, hinschauen tut oft richtig weh. Aber es ist der erste Schritt zum schöneren Miteinander. Ich bin verantwortlich dass unsere Beziehung funktioniert. NUR ICH. NICHT ER.

 

Alles Liebe
Tatjana

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DIY Fußabdruckbilder

Irgendwie ist unser Kinderzimmer weiß und kahl. Es fehlen definitiv Bilder. Trotzdem der Spatzenbub es momentan nicht nutzt und lieber bei uns im Bett schläft, weil er Angst hat, möchte ich es gerne ein wenig freundlicher gestalten.

DIY-Fußbilder (3)

Bei Pinterest gibt es viele Anregungen und Ideen und so haben wir uns für Fußabdruckbilder entschieden. Der Spatzenbub wollte einen Traktor, einen Bagger und ein Feuerwehrauto. Sein Wunsch war mit Befehl, auch wenn ich da echt ein bisschen patschert bin, aber seht selbst ☺

Für die Fußabdrücke haben wir die Farben von Ikea verwendet, mit dem Pinsel aufgetragen und unter Gelächter des Spatzenbubs und Angst meinerseits, dass die Wohnung bald mit Farbe verziert ist, Fußabdrücke auf vorher bereitgelegte Keilrahmen gedrückt.
Wichtig: stellt euch Feuchttücher bereit, damit geht die Farbe ganz einfach wieder von den Fußsohlen und der Boden bleibt verschont 😉

Dann sind die Mamas gefragt.  Ich habe dann aus den Fußabdrücken die Fahrzeuge gebastelt, ihnen Reifen, eine Fahrerkabine und verschiedenste Details gemalt.

Jetzt ist der Papa an der Reihe, die Bilder müssen nämlich noch an die Wand gebracht werden ☺

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10 Tipps für mehr Selbstfürsorge

In den letzten zwei Jahren habe ich bemerkt, dass kleine Auszeiten im Mamaalltag entscheidend sein können, ob man den Tag gut übersteht oder schon zu Mittag das Handtuch wirft 😉

Kleine Momente im Alltag zu schaffen in denen wir durchatmen und uns kurz entspannen können ist nicht egoistisch sonder essentiell um unsere Nerven nicht zu verlieren. Früherkennung ist der Schlüssel, man muss lernen zu erkennen wann die Nerven zu reißen drohen und gegensteuern.

Diese „me time“ ist sicher so individuell wie jeder von euch. Oft sind es auch nur kleine Dinge, die nebenher passieren, machen wir diese aber bewusst, schenken wir ihnen eine ganz andere Bedeutung. Wir verbinden ein Gefühl damit, das Gefühl jetzt  5 Minuten nur für uns zu haben. Kurz abzutauchen und in einen Moment Stille genießen. Weil…
…nur eine Mama, die für sich selbst sorgt, kann auch für Ihre Familie sorgen.

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Hier findest du meine Tipps für kurze Auszeiten:

  • Nimm ein Bad
  • Zünde deine Lieblingsduftkerze an
  • Kaufe dir selbst Blumen
  • Schreibe Tagebuch
  • Mache deine liebste Gesichtsmaske
  • Trinke ein Glas Wein oder auch zwei
  • Triff Freunde zum Kaffee
  • Trinke eine Tasse WARMEN Kaffee/Tee
  • Schreibe jeden Abend drei Dinge auf für die du dankbar bist
  • Gönne dir etwas Süßes

 

Und wenn du mehr als eine kurze Auszeit brauchst, kombiniere einfache ein paar dieser Punkte 🙂

Alles Liebe
Tatjana

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DIY- hol dir den Frühling ins Haus

Ich kann es nicht mehr sehen. Grau in grau. Nebelsuppe. Zu Mittag muss ich das Licht in der Wohnung aufdrehen. Bäh, ich mag nicht mehr. Der Frühling muss her, und wenn er draußen noch auf sich warten läßt, dann holen wir ihn eben zu uns 🙂

Was ich hatte:
Glasvase/ Gurkenglas
Blumenzwiebel
Moos
Birkenzweige

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Wie ich’s gemacht hab:
Die Birkenzweige wie ein Nest rund um die Innenseite der Vase/ des Glases gelegt, dann die Blumenzwiebel von Überschüssiger Erde befreit, in die Mitte gesetzt und mit Moos eingepackt.

Jetzt darf ich nur nicht vergessen zu gießen 😉 das liegt mir nämlich nicht so. Den grünen Daumen habens bei mir vergessen…
Die tolle Idee kommt von Anna – schaut mal rein!

 

 

Alles Liebe
Tatjana

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die lieben Nerven- oder die Lieben nerven…

An manchen Tagen bin ich einfach nur genervt. Genervt vom Spatzenbub, vom Mamasein, von Allem und Jedem. An manchen Tagen bringe ich kaum einen Satz über die Lippen der meinen Mitmenschen das Gefühl vermittelt, dass sie in Ordnung sind. An diesen Tagen mag ich mich selber nicht. Wirklich.

Ich begebe mich also auf Ursachenforschung. Warum bin ich genervt? Wovon bin ich genervt?

Ist mein Nervenkostüm schon sehr dünn, weil ich einen stressigen Tag in der Arbeit hatte oder eine lange To Do liste im Hinterkopf habe, können mich schon Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen. Diese Form der Überlastung, oft auch selbst herbeigeführt durch den Drang alles perfekt machen zu wollen, zeigt mir regelmäßig meine eigenen Grenzen auf. Das Gefühl, dass  meine eigenen Bedürfnisse dauernd zu kurz kommen macht sich breit und ist kein guter Begleiter. Ganz im Gegenteil.  Wichtig für mich ist es, meine Grenzen immer wieder kennen zu lernen, das Gefühl des genervt und überlastet sein zuzulassen und mir keine Vorwürfe zu machen. Außerdem versuche ich mir kurze Auszeiten zu gönnen, wenn es wieder mal so weit ist.(dazu ein anderes Mal mehr)

Ich habe auch beobachtet, dass ich sehr genervt bin vom Spatzenbub wenn er „nicht so tut, wie ich gern hätte“. Wenn er zuerst Butter und dann Frischkäse will, wenn er seine Sachen überall herumliegen läßt, wenn er sich die Windel nicht wechseln lassen will, wenn er nach gefühlt ewiger Einschlafbegleitung nach einer Stunde noch immer im Bett turnt, wenn er diskutiert ob er noch mal fernsehen darf, wenn er mir am Rockzipfel hängt und ich eigentlich etwas anderes zu tun hätte,…(hier bitte beliebig fortfahren).

Das sind Situationen, in denen ich oft genervt reagiere und versuche den Auslöser zu finden. Denn ich habe die Verantwortung für meine Gefühle. Ich versuche mir vor Augen zu halten, dass er nicht so funktionieren muss wie ich das gerne haben möchte.

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Ich darf lernen zu warten, darf lernen meinen Blickwinkel zu verändern und Dinge anders zu sehen. Denn, wenn wir ehrlich sind, ist es oft entscheidend aus welchem Winkel wir die Dinge betrachten.

 

Alles Liebe
Tatjana

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Neujahrsvorsatz- weniger warten, mehr leben.

Manchmal habe ich das Gefühl ständig zu warten, ich warte bis es 15 Uhr ist, um mit dem Spatzenbub Jause zu essen, ich warte bis Spatzenbubs Papa von der Arbeit kommt, manchmal habe ich das Gefühl zu warten und weiß gar nicht so genau worauf ich überhaupt warte. Ich plane Tage auf Stunden genau, plane Wochen im Voraus, weiß schon was ich im April alles machen will. Oft wird mir das alles zu viel und ich versinke in dem ganzen selbst generierten Stress, bin überfordert und werde sehr unfair zu meinem Kind, habe wenig Verständnis für sein Verhalten und schmeiße die Nerven bei den kleinsten Kleinigkeiten.  Ich vergesse so oft einfach den Moment zu genießen. Im Hier und jetzt zu leben, einfach zu sein. Den ganzen Tag im Pyjama, die Verpflichtungen mal außen vor lassen, zu lesen, zu reden, Tee zu trinken und zu kuscheln. Nach rechts zu gehen, obwohl wir links müssten, weil der Spatzenbub das so will. In den Tag hineinleben ohne ihn zu planen, ist für mich sehr schwer. Wenn ich es schaffe, aber auch wahnsinnig schön. So oft denk ich mir, ich sauge diesen Augenblick mit allen Fasern meines Körpers auf, weil er im Handumdrehen vorbei ist. Aber vor lauter Alltagsstress und Planung vergesse ich so oft zu leben.

Genau das ist auch mein wichtigster Vorsatz für 2018- mehr im Augenblick zu leben und weniger zu planen. 💕

Habt ihr auch Vorsätze fürs neue Jahr?

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